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Stadt-legenden

Die Brücken der Stadt und ihre Geschichte


small Podul Mare la nceputul secolului al XX-lea

Klausenburgs Brücken  haben eine genauso interessante und spektakuläre Geschichte, wie die der Stadt selbst zu der sie gehören. Zurzeit fehlen uns Informationen über die über den Somes erhobene(n) Brücke (Brücken), genannt die alte Samus in der Römischen Zeit. Es sei möglich, dass die Hauptbrücke  der römischen Stadt Napoca in der mittelalterlichen Zone der Hohen Brücke gelegen haben sollte und diese  damals an der Stelle  der heutigen Straßenbrücke auf der Horea Straße möglicherweise gebaut wurde. Im neunzehnten Jahrhundert ist in Klausenburg auch eine Legende bestätigt worden, wonach der dakische König Decebal, verfolgt von Römischen Soldaten, seinen Tod aufder Brücke über den Somes gefunden hätte... Selbst wenn diese Legende, vermutlich eine Erfindung der humanistischen Gelehrten der damaligen Zeit, existierte, sei ihre Entstehung mit dem Überleben in derjenigen Zeit von Spuren alter römischen Gebäude zu verbinden. 

Die älteste urkundlich in der mittelalterlichen Zeit bestätigte Klausenburger Brücke lag in der Zone der aktuellen Straßenbrücke auf der Horea-Straße. Es war die Rede um eine Holzbrücke über den Somes, verdoppelt von einer anderen über den Mühlkanal in der Gegend der heutigen Straße Ferdinand gebauten Brücke. Die beiden Brücken sind entstanden, wie es scheint, im dreizehnten Jahrhundert, einer Zeit, wo der Weg auf dem die beiden Brücken lagen durch das Äußere des ersten befestigten mittelalterlichen Raumes von Klausenburg führte, der damals eine Fläche von nur 7 ha betrug... Im Jahre 1362, erzählen uns die Dokumente, wurde das erste Mal urkundlich die erste Straße in Klausenburg erwähnt,die den Namen Brückenstraße trug (Platea Pontis), und die die Strecke der heutigen Straße Ferdinand folgte. Nach der Erweiterung der mittelalterlichen Stadt, in dem fünfzehnten Jahrhundert, wurde in der Brückenstraße einer der stärksten Wehrtürme aus Klausenburg, der den Namen Brückenturm trug, erbaut. Verwaltet von der Gilde der Schlosser, verteidigte der Turm eines der vier wichtigsten Zugangstore zur Stadt,genannt auch Brückentor... Im Jahre 1573, auf Antrag des Fürsten Christian Bathory wurde die Holzbrücke über Somes durch eine Steinbrücke, gebaut auf Kosten der Gemeinde Klausenburg, ersetzt. Die Hohe Brücke, stark befahren, unterzog sich im Laufe der Jahren zahlreichen Renovierungen, die zur Festigung und Erweiterung des Verkehrs gemäß der spezifischen Bedürfnisse der modernen Zeit, dienten. Die letzte große Rekonstruktion der Brücke stammt aus dem Jahr 1949, unter Bedingungen durchgeführt, wo die Brücke während des letzten Weltkrieges stark beschädigt wurde. In den ersten Jahrzehnten des achtzehnten Jahrhunderts fügte man Der Hohen Brücke eine weitere Brücke zu, die sich in der Gegend der heutigen Traian Brücke befand und die zur Umgehung und zum Transit der Stadt diente.

Rund um das Jahr 1735, nach dem Bau der österreichisch kaiserlichen Befestigungsanlage auf der Burg, haben ihre Kommandeure als notwendig erachtet, eine Brücke über den Somes zu errichten, die ausschließlich für die kaiserliche Garnison bestimmt sein sollte. Die zu dieser Gelegenheit erbaute Brücke, in der Gegend des aktuellen Transit Hauses, war eine Hängebrücke, eine große technische Leistung für diesen Zeitraum und drang in das Bewusstsein der Klausenburger unter den Namen „Brücke der Deutschen“hinein. Aufgrund der Tatsache, dass die Brücke einen fußgängerischen Charakter hatte, war sie immer von den Soldaten der kaiserlichen Garnison bewacht und deswegen wurde auch überdacht.

Im neunzehnten Jahrhundert und Anfang des zwanzigsten wurden zwei andere Brücken stromaufwärts gebaut, die notwendig, aufgrund des Wachstums der Stadt in diese Richtung, geworden sind. Um das Jahr 1866 wurden die Strombrücke in der Nähe des heutigen Hotels Napoca und im Jahr 1901 die Elisabeth-Brücke, eine Fußgängerbrücke, die bis heute in seiner ursprünglichen Form überlebt hatte, gebaut.

Zwischen 1960-1961, im Rahmen der Verwirklichung des geplanten Grigorescu Viertels in Klausenburg, wurde die Garibaldi Brücke gebaut.

Die Klausenburger Tunnel. Legenden und geschichtliche Realität.

Von Tudor Salagean

 

Die meisten Klausenburger haben mit Sicherheit von den vielen Geschichten über die geheimnisvollen Tunnel der Stadt, deren Wurzeln tief in der Nebel der Geschichte zurückliegen, gehört. Die Imagination unserer Zeitgenossen ist  genauso groß wie diejenige unserer Vorfahren, und beide Generationen waren und sind von den Geheimnissen  dieser Welt angezogen. Unter den Legenden, die seit eh und je die Menschheit fasziniert hatten, zählen auch diejenigen über  die unterirdische Welt. Die hyperbelhaften Varianten dieser Legenden  über  das unterirdische Klausenburg erzählen im Großen und Ganzen über einige überdimensionierteTunnel, die das Zentrum der Stadt  mit der ehemaligen befestigten Kirche aus Manastur, der Burg aus Floresti und der österreichischen Festung  auf der Cetatuie verbunden hätten. Es wird auch über einen Tunnel gesprochen, ausgehend von der Reformierten Kirche in der Kogalniceanu Straße und mit Blick auf den Friedhof Hajongard, aber auch von einem Netzwerk von Tunneln, die verschiedene Punkte der Innenstadt verbunden hätten und die von der ehemaligen Securitate verwendet worden waren. In den Tagen der Revolution von 1989 sind viele Geschichten über einen Tunnel, dessen Eingang sich im ehemaligen Keller des Hotels Continental  befunden  hätte, in Unlauf gebracht  worden. Weitere geheime Eingänge zu den unterirdischen Teilen Klausenburgs führend, hätten sich im Franziskaner Kloster in der Victor Deleu Straße, im Keller des Hotels Melody sowie in den Kellern mancher Gebäude am Unirea Platz befunden. Aber der Mittelpunkt all  diesem imaginären Netzwerk von Tunneln sei, laut dieser urbanen Legenden, die gotische Kirche in der Innenstadt, die auch heute noch das reale und symbolische Zentrum der Stadt versinnbildlicht.

Was ist die Realität über diese Tunnel? Klausenburg vergangenen Jahrhunderts, als "Schatz Stadt" von Siebenbürgen bekannt, war ein wichtiges Handels-und Handwerkszentrum, unter dessen städtischen Gebäude sich fast ohne Ausnahme, große und geräumige Keller befanden. Viele  von diesen Kellern sind heute Lokale, zugänglich für die Öffentlichkeit und  das breite Publikum. Waren wurden in diesen Kellern gelagert und ihre Besitzer, so wie immer, hätten sich gewünscht niedrige Steuern und Beiträge zu zahlen.In diesen Kellern befanden sich geheime Räumlichkeiten, aber auch enge Tunnel, die manchmal die Keller miteinander verbanden und Nährboden für Schmuggel aber auch Fluchtort für die Einwohner bei Gefahr waren. Ein solcher Tunnel zum Beispiel wurde anläßlich von archeologischen Ausgrabungen  im Geburtshaus des Fürsten Stefan Bocskai (heute Sitz der Universität Sapientia in der Matei Corvin Straße) gefunden oder bei den durchgeführten Forschungen in der Napoca Straße. Ein solcher enger Tunnel mit einer Höhe und einer Breite von einem Meter kann heute in dem Club Janis in der Eroilor Straße Nummer 5 bewundert werden. Ein Raum im Untergeschoss des Museums für Geschichte der Farmazie, wo im Mittelalter ein farmazeutisches Labor und vielleicht auch eins für Alchimie funktionierte, zeigt Spuren von mehreren heute gebauten Eingängen.

Die geheimnisvollen und lange besprochenen Keller der Michaels Kirche sind  nur seit kurzem zugänglich für die Forscher geworden, aus objektiven Gründen wahrscheinlich,so dass es ziemlich schwierig ist jedwelche Spekulation über sie zu machen. Wir müssen jedoch bedenken, dass die Kirche in der Innenstadt von Klausenburg lange Zeit als ein Treffort  für die Siebenbürgische Diät  und als Krönungsort für die Fürsten von Siebenbürgen  verwendet wurde. Sind wohl diese Tatsachen ausreichend für uns, um uns Vorstellungen von der Existenz eines möglichen geheimen Ausgangs zu Notzwecken  zu machen?Was aber die kilometerlangen Tunnel betrifft, die die verschiedenen Punkte außerhalb der Stadt mit dem mittelalterlichen Klausenburg verbunden hätten, diese stellen eine technische  Aberration dar, die wahrscheinlich ein Produkt  der im Laufe der Jahrhunderte sedimentierte kollektive Fantasie ist. Man muss noch  gesagt werden, dass nicht alle Historiker aus Klausenburg die Existenz der Tunnel verweigert hätten, ohne zu versuchen diesbezüglich Investigationen zu machen. 1960 machte ein Team von Forschern von der Universität „Babes-Bolyai“ und dem Nationalen Geschichtsmuseum in Siebenbürgen eine Reihe von Untersuchungen in dieser Hinsicht, die auch mit archeologischen Forschungen einiger geheimen Tunnelausgängen  endeten (einer davon befindet sich zum Beispiel nach den örtlichen Traditionen in den Universitätskliniken). Offiziell haben diese Studien zu keinem positiven Ergebnis geführt. Inoffiziell aber wurde gesagt, dass der Historiker, der damals die Forschungsarbeiten leitete und behauptet hatte, folgerichtig, dass die Tunnel nicht existieren-gleich darauf als Offizier im Sicherheitsdienst aufgenommen wurde. Es ist zu erwarten, dass die Forschungen im Zusammenhang mit dem geplanten Tunnel unter dem Zentrum Klausenburgs, der von den lokalen Behörden in den kommenden Jahren durchgeführt werden sollte, einen Beitrag zur Klärung einiger dieser Geheimnisse führen wird. Der Glaube an die Möglichkeit der Existenz eines Netzes von unterirdischen Tunneln wid wahrscheinlich nie verschwinden, weil dieser eines der ältesten und beständigsten Archetypen des menschlichen Denkens veranschaulicht.

Die Legende von König Mathias

Von Tudor Salagean

 

Statuia Regelui MatiaDas Gebäude, in dem Manthias am 23 Februar 1443 als zweiter und jüngster Sohn von Ioan de Hunedoara geboren wurde, stammt vom Anfang des 15 Jahrhunderts. Zu jener Zeit, wird erzählt,ein Unternehmer der Epoche, dessen Name verloren gegangen sei, habe zwei Gebäude aus der Altstadt von Klausenburg  erworben und habe an ihrer Stelle ein anderes großes Gebäude errichtet, das in den folgenden zwei Jahrhunderten das komfortabelste und teuerste Wirtshaus Klausenburgs geworden war. Das Gebäude befindet sich auf der Nordseite des Kleinen Rings an der Kreuzung der Straßen Matei Corvin, Sextil Puscariu, Virgil Fulicea, Victor Deleu und Franklin, in der Nähe des Platzes, wo vor sieben Jahrhunderten der Haupteingang zur sogenannten „Alte Festung“ stand.  Dieses Plätzchen, samt der Matei Corvin Straße und eines Segments der Straße Victor Deleu, wurde von der Gemeinde Klausenburg im Laufe des Jahres 2006 in Fußgängerzone umgewandelt, was ein Teil eines  breit angelegten  Projekts  für die Aufwertung des historischen Erbes der Stadt sein sollte.

Im Februar 1443, als sich Elisabeth Szilagy auf dem Weg nach Buda befand, beschloss sie eine längere Zeit in Klausenburg zu verweilen, weil inzwischen die Wehen einsetzten. Der damalige Besitzer des Wirtshauses war ein bestimmter Iacob Mehffi. Die Kosten für den Aufenthalt der Ehefrau des Fürsten Siebenbürgens wurden wahrscheinlich von der Gemeinde übernommen. Wir dürfen ja nicht vergessen, es sind nur fünf Jahre vergangen, seitdem die Stadt einen großen Teil ihrer Privilegien verloren hatte, als Folge der Teilnahme ihrer Bewohner am Aufstand von Bobalna.Ioan de Hunedoara war der Führst, von dem die Klausenburger eine Rückgabe ihrer verlorenen Privilegien erhofften und selbstverständlich wussten sie diese Gelegenheit zu ihrem Vorteil vollkommen auszunutzen. Darüber hinaus war der Führst ein wahrer Mann des Augenblicks: im März bezeichnete man ihn als Retter Siebenbürgens nach dem Sieg in der Nähe von Hermannstadt über Mezid Beg und danach der Befreier des Altreichs, nachdem er einen anderen großen Sieg im September desgleichen Jahres über die Türken unter der Führung von Shehabeddin erreicht hatte.Mathias wurde folglich in der Zeitspanne zwischen den beiden Schlachten gezeugt, in der Zeit wo der Fürst die Mobilisierung der Siebenbürgischen Kräfte durchführte, zwecks einer erfolgreichen Offensive gegen die Otomanen.

Die Geburt von Mathias in Klausenburg  war daher etwas rein Zufälliges, aber dieser "Zufall" wurde von dem großen König jedoch nicht mit Gleichgültigkeit behandelt, um  so  mehr von den Bewohnern der Stadt. Im Jahre 1467, nach der Niederlage der Rebellion von einer Fraktion des Siebenbürgischen Adels, die ihm feindselig  war, mit Hilfe der Klausenburger Bewohner, versäumte  Mathias Corvinus nicht die Gelegenheit seine  Zuneigung zu dem Haus, wo er das Licht der Welt erblickt hatte, öffentlich zu zeigen, indem er seinen Besitzer für immer von der Zahlung von Steuern und Beiträgen befreite... Diese Steuerfreiheit verwandelte das „Mathias-Haus“ in ein sehr wertvolles Eigentum, um so mehr, da dieses von den Nachfolgern,  Könige und Fürsten, anerkannt und bestätigt wurde.

Mathias Corvinus hat der Stadt auch andere wichtige Dienste geleistet. Im Jahre 1470 spendete er der Stadt Klausenburg Cojocna, ein Zentrum für den Salzgewinn, welches zur Vermehrung der Einnahmen beigetragen hatte..Durch die Beschlüsse von 1467, 1478 und 1485, ermutigte Mathias die Siedlungen in der Stadt und die Befreiung der Leibeigenen, die vorerst ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Grundherren beglichen hatten. Besorgt über das ordnungsgemäße Funktionieren der Stadtverwaltung beschloss Mathias im Jahre 1468  die Gründung einer Parität im Rat der Hundertstel  zwischen Patriziern ("wohlhabende Menschen") und Gildenmitgliedern, die das Recht zum Ernennen auf jeweils 50 Vertreter hatten. Seine Herrschaft ist mit der Fertigstellung, der Restauration oder des Baubeginns an einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gebunden. Zu dieser Epoche gehören noch die Fertigstellung der Kirche St. Michael um das Jahr 1480 und die Ergänzung des befestigten Festungsgürtels der Stadt mit der Errichtung, um das Jahr 1475,des Schneiderturms. Die bedeutendste Stiftung aber war die Franziskanerkirche( heute Die Reformierte Kirche) in der Wölfestraße (heute M. Kogalniceanu), finanziert von einer konsistenten königlichen Spende, deren  Bau 1486 begann und die auch heute noch den Namen“ Mathias Kirche“ trägt.

Gleichzeitig ist die Tradition der Klausenburger Geburt des Königs Mathias in den nächsten Jahrhunderten nicht verloren gegangen. Im sechzehnten Jahrhundert gab es bereits einen richtigen Kult für die Erinnerung an den großen König, einen Kult der das „Haus Mathias“ in einen Ort verwandelte, wo zahlreiche Besucher regelmäßig kamen. Es war eine Zeit, wo die ersten  Anzeichen von der Entstehung des laiischen "Tourismus" bemerkbar geworden sind, natürlich zur Zeit eines intensiven Verkehrs in Europa. Handwerker und Händler, Ärzte und Apotheker, wandernde  Studenten und Wissenschaftler, Künstler und Kartographen, Prediger aller Farben und Opfer der religiösen Verfolgung sowie eifrige junge Adligen reisten um  ihre Ausbildung zu vollenden. Das Interesse solcher Reisenden war immer weniger streng  und direkt wirtschaftlich bezogen und zeigte eine Vorliebe für ungewöhnliche Aspekte der Kultur der bereisten Ortschaften und natürlich für  die Geschichten über Persönlichkeiten von dem einen oder dem anderen Ort. Es war eine Zeit, in der, so wie die Chronik von Heltai Gaspar erzählte, Mathias die Verkörperung von Gerechtigkeit und Vollkommenheit  in der Klausenburger Tradition geworden ist, das Modell  vom  Souverän, der die Gesellschaft der einfachen Menschen suchte, deren Schwierigkeiten er kannte und handelte, um diese zu beseitigen. Die Chronik von Gaspar Heltai verzeichnet diesbezüglich eine der bekanntesten Legenden der Klausenburger Geschichte, die bis heutzutage von Großeltern ihren Enkelkindern erzählt wird.

Die Legende erzält, dass Mathias, der sich auf dem  Weg nach Siebenbürgen befand,  seine große Suite in die Episkopalburg Gilau mitgenommen hätte, und verkleidet als reisender  Student, wäre er undercover in seine Heimatstadt  eingegangen, um mit eigenen Augen den  Gemütszustand  der Bewohner zu sehen und die Haltung der Stadtführer ihm gegenüber zu erproben. Auf dem Platz  in der Innenstadt, hätte Mathias empört  einer Szene beigewohnt, wo die Plebejer der Stadt von den Leuten des Fronherrn unter Androhung von Prügel gezwungen  wären, mit eigenen Armen schwere Baumstämme für dessen Haushalt zu tragen. Protestierend gegen diese Ungerechtigkeit, wurde weiter erzählt,sei  der als Student verkleidete König  ausgepeitscht und gezwungen, sich den Armen der Stadt zu gesellen und diese harte Arbeit  gemeinsam mit diesen bis zum Sonnenuntergang zu verrichten. Die Legende erzählt nun weiter, dass Matthias die Inspiration hätte, mit Holzkohle auf drei Stück Brennholz im Hof des Fronherrn  folgende Inschrift  zu schreiben: „Hier war König Mathias !Wo ist die Gerechtigkeit?“. Befreit erstmals mit der Dämmerung, kehrte der König in sein Lager zurück. Am nächsten Tag kehrte Mathias  an der Spitze seiner glänzenden Suite in die Stadt zurück, indem er mit Prunk und Pracht vom Fronherrn und den Stadtführern begrüßt  wurde. Auf die Frage nach der Einhaltung des Gesetzes, das den Missbrauch von freien Menschen verbietet, antwortete der Fronherr, dass die Gesetze ohne Weiteres eingehalten werden .Darauf  ließ der König seine Leute die Holzstapeln im Hofe des Fronherrn zu durchsuchen, bis diese die drei Stück Brennholz fanden, wo die belastende Inschrift stand.Darauf bestrafte Mathias den Fronherrn und traf sofortige  Massnahmen für die strenge Einhaltung der Rechte und Freiheiten aller Stadtbürger.

Diese Legende ist ein Ausdruck der Bestrebungen nach Freiheit und Gerechtigkeit spezifisch für die Reformationszeit. Manthias Mythos wurde aus dieser Perspektive umgedeutet und der große König, der in Klausenburg geboren wurde, erhielt mit Überzeugung und Nostalgie den Namen "Mathias der Gerechte". Die Gitter der Fenster  von Mathias Haus wurden  mit heraldischen Raben dekoriert  und im Inneren des Gebäudes, das Zimmer, wo Matthias geboren wurde – das erste auf der linken Seite am gotischen  Eingang - erregt auch heute noch ein besonderes Interesse. Dieser Raum wurde in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts mit einer Inschrift markiert, dessen  Text  in Form  einer Abschrift  aus dem Jahre 1758 erhalten geblieben ist.

 

Gebäude, in dem Manthias am 23 Februar 1443 als zweiter und jüngster Sohn von Ioan de Hunedoara geboren wurde, stammt vom Anfang des 15. Jahrhunderts.Zu jener Zeit, wird erzählt, ein Unternehmer der Epoche, dessen Name verloren gegangen sei, habe zwei Gebäude aus der Altstadt von Klausenburg erworben und habe an ihrer Stelle ein anderes großes Gebäude errichtet, das in den folgenden zwei Jahrhunderten das komfortabelste und teuerste Wirtshaus Klausenburgs geworden war. Das Gebäude befindet sich auf der Nordseite des Kleinen Rings an der Kreuzung der Straßen Matei Corvin, Sextil Puscariu, Virgil Fulicea, Victor Deleu und Franklin, in der Nähe des Platzes, wo vor sieben Jahrhunderten der Haupteingang zur sogenannten „Alte Festung“ stand. Dieses Plätzchen, samt der Matei Corvin Straße und eines Segments der Straße Victor Deleu, wurde von der Gemeinde Klausenburg im Laufe des Jahres 2006 in Fußgängerzone umgewandelt, was ein Teil eines breit angelegten Projekts für die Aufwertung des historischen Erbes der Stadt sein sollte.

Im Februar 1443, als sich Elisabeth Szilagy auf dem Weg nach Buda befand, beschloss sie eine längere Zeit in Klausenburg zu verweilen, weil inzwischen die Wehen einsetzten. Der damalige Besitzer des Wirtshauses war ein bestimmter Iacob Mehffi. Die Kosten für den Aufenthalt der Ehefrau des Fürsten Siebenbürgens wurden wahrscheinlich von der Gemeinde übernommen. Wir dürfen ja nicht vergessen, es sind nur fünf Jahre vergangen, seitdem die Stadt einen großen Teil ihrer Privilegien verloren hatte, als Folge der Teilnahme ihrer Bewohner am Aufstand von Bobalna. Ioan de Hunedoara war der Führst, von dem die Klausenburger eine Rückgabe ihrer verlorenen Privilegien erhofften und selbstverständlich wussten sie diese Gelegenheit zu ihrem Vorteil vollkommen auszunutzen. Darüber hinaus war der Führst ein wahrer Mann des Augenblicks: im März bezeichnete man ihn als Retter Siebenbürgens nach dem Sieg in der Nähe von Hermannstadt über Mezid Beg und danach der Befreier des Altreichs, nachdem er einen anderen großen Sieg im September desgleichen Jahres über die Türken unter der Führung von Shehabeddin erreicht hatte. Mathias wurde folglich in der Zeitspanne zwischen den beiden Schlachten gezeugt, in der Zeit wo der Fürst die Mobilisierung der Siebenbürgischen Kräfte durchführte, zwecks einer erfolgreichen Offensive gegen die Otomanen.

Die Geburt von Mathias in Klausenburg war daher etwas rein Zufälliges, aber dieser "Zufall" wurde von dem großen König jedoch nicht mit Gleichgültigkeit behandelt, um so mehr von den Bewohnern der Stadt. Im Jahre 1467, nach der Niederlage der Rebellion von einer Fraktion des Siebenbürgischen Adels, die ihm feindselig war, mit Hilfe der Klausenburger Bewohner, versäumte Mathias Corvinus nicht die Gelegenheit seine Zuneigung zu dem Haus, wo er das Licht der Welt erblickt hatte, öffentlich zu zeigen, indem er seinen Besitzer für immer von der Zahlung von Steuern und Beiträgen befreite... Diese Steuerfreiheit verwandelte das „Mathias-Haus“in ein sehr wertvolles Eigentum, um so mehr, da dieses von den Nachfolgern, Könige und Fürsten, anerkannt und bestätigt wurde.

Kategorie: DE Legendele Clujului

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